Ausgebrannt im Chefsessel – Burnout bei Vorgesetzten

Seit einigen Jahren steigen die Zahlen der Betroffenen von Burnout und Stress-Symptomen kontinuierlich an. Und was den einfachen Angestellten betrifft, macht auch von der Chefetage nicht halt. Immer mehr Vorgesetzte sind von den Symptomen betroffen und leiden unter Burnout. Verantwortlich dafür sind viel Stress und hohe Anforderungen bei wenig Zeit für Erholung und Regeneration. Erschwerend kommt noch hinzu, dass das Tabuthema Burnout in der Chefetage noch mehr gedeckelt wird. Denn gerade Manager dürfen oft keine Schwächen zeigen und sollen immer ein leuchtendes Beispiel von gesunder Arbeitskraft sein. Doch nicht alle leitenden Angestellten sind gleich gefährdet. Hier zeigen wir Dir, ob auch Du eventuell Burnout-gefährdet bist.

Schläfst Du schlecht?

Andauernde Schlafstörungen sind ein ganz deutliches Zeichen für einen Burnout. Typische Anzeichen sind schlechtes Einschlafen am Abend und das Gefühl am Morgen, wie gerädert zu sein. Hier schafft die sogenannten Schlafhygiene Abhilfe. Dazu zählen Entspannung am Abend, Lesen von Literatur, Entspannungsübungen oder Einschlafrituale wie beispielsweise ein Abendspaziergang. Späten Sport und Alkohol solltest Du tunlichst vermeiden, denn das stört den gesunden Schlaf ungemein. Lange Arbeitszeiten bis spät in den Abend sind in den Chefetagen keine Seltenheit. Aber sei Dir bewusst, dass einzig und allein ausreichender Schlaf dafür sorgt dem Körper die nötige Entspannung zu geben.

Scheust Du dich, Arbeit zu delegieren?

Viele Vorgesetzte tappen in die Falle alles selbst machen zu wollen. Doch das ist grundlegend verkehrt! Denn die schlechte Angewohnheit zu wenig zu delegieren führt auf direktem Wege in die Überlastung. Als Chef musst Du Deinen Mitarbeitern vertrauen, dass ist auch eine der Grundvoraussetzungen für ein gutes Betriebsklima. Konzentriere Dich darauf Arbeit zu delegieren und entsprechend zu kontrollieren. Aber Vorsicht vor zu viel Kontrolle, denn das kann Dir auch den letzten Nerv rauben.

Fällt es dir schwer Verantwortung zu übernehmen?

Menschen in leitenden Positionen werden häufig idealisiert und dabei wird vergessen, dass sie auch Schwächen haben und durchaus Durststrecken durchleiden, in denen ihnen die Energie fehlt. Soweit diese nicht zu oft auftreten bewegt sich das soweit im Rahmen. Problematisch wird es allerdings, wenn Du richtig Frust verspürst und Deine Führungsposition als zunehmende Belastung empfindest. Denn dies sind Anzeichen für einen möglichen Burnout. Als erste Maßnahme solltest Du die Belastung zurückfahren und Dir z.B. ein paar Tage frei nehmen. Dies verschafft Dir etwas Abstand und Raum zum Überdenken Deiner Situation.

Berufliches = Privat

Bei Managern, die 70 Stunden oder mehr pro Woche arbeiten bleibt es nicht aus, dass sich berufliches und privates vermischen. Die Folgen dieser Omnipräsenz der Arbeit lassen nicht lange auf sich warten: Gereiztheit, Stress und über kurz oder lang auch Probleme in der Beziehung und Familie. Denn welcher Partner findet sich damit ab, seinen Liebsten vielleicht nur am Wochenende zu sehen? Oder welche Kinder sind damit glücklich, oft auf Mama oder Papa verzichten zu müssen? Die einzige Lösung dieses Dilemmas ist kürzer zu treten. Schalte das Smartphone oder den Laptop bewusst mal aus und beschäftige Dich mit Dingen, die nichts mit der Arbeit zu tun haben. Positiver Nebeneffekt: Durch andere Tätigkeiten und neue Eindrücke steigerst Du Deine Kreativität und lädst den Energieakku wieder auf.

 

Generell gilt: Ein Burnout kommt nicht über Nacht, sondern kündigt sich langsam an. Im schlimmsten Fall sind die Folgen aber katastrophal und die Folgen bleiben lange spürbar. Steuere also frühzeitig gegen und sorge für Entlastung. Denke auch über eine grundlegende Verhaltensänderung nach, wenn sie die Extremsituationen wiederholen. Denn nur so sorgst Du letztendlich für ein erfolgreiches Unternehmen und eine gesunde Lebenseinstellung.

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