Schwierige Mitarbeiter und wie Du mit ihnen umgehst

Als Vorgesetzter ist es ein fester Bestandteil Deines Jobs, Deine Mitarbeiter zu führen. Und in jedem Team gibt es auch schwierige Mitarbeiter, die das Leben als Führungskraft schwer machen können. Sie nörgeln, wissen alles besser oder versprechen viel, aber tun wenig. Die Gründe dafür sind vielfältig. Manchmal liegt es einfach an persönlichen Einstellungen oder der Mitarbeiter ist z.B. mit den falschen Aufgaben betraut. Hier lässt sich noch eher leicht Abhilfe schaffen. Doch in anderen Fällen sind die Auswirkungen weit größer und das ganze Team oder die Abteilung haben Probleme mit der betreffenden Person. Im schlimmsten Fall leiden darunter die Zusammenarbeit und damit der unternehmerische Erfolg. Damit Du als Vorgesetzter problematische Mitarbeiter identifizieren kannst und reagieren kannst, habe ich Dir hier einen kurzen Leitfaden zusammengestellt.

Augen und Ohren auf

Der erste Tipp klingt relativ simpel: Achte darauf, dass Deine Mitarbeiter nicht zu schwierigen Mitarbeitern werden. Der Schlüssel dazu liegt bereits bei der Bewerbung: Abgesehen von der fachlichen Kompetenz solltest Du hier auf die sozialen Fähigkeiten achten. Wie kommuniziert der zukünftige Kollege? Wie ist seine Lebenseinstellung? Antworten darauf lassen sich mit gezielten Fragen oder Aufgaben herausfinden. Denn nur eine Person, die Social Skills und eine positive Eigenwahrnehmung mitbringt, wird sich später auch in ein Arbeitsteam einfügen können. Fehlende fachliche Qualifikationen lassen sich relativ einfach mit Weiterbildungen oder Kursen aufbessern, persönliche Defizite jedoch wie beispielsweise ein schwieriger Charakter wirst Du als Arbeitgeber nicht umbiegen können.

Erfolgreiches Onboarding

Es gibt das weit bekannte Sprichwort „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“. Und das gilt auch für den Start in den neuen Job beim Onboarding. Hier solltest Du in Gesprächen die Erwartungshaltungen abklären und die Aufgaben sowie die Rolle Deines Mitarbeiters klar definieren. Sorge dabei für ein Klima der Toleranz und ermutige Deine Mitarbeiter, bei Fragen auf dich zu zukommen und Probleme aktiv anzusprechen. Regelmäßige Feedbackrunden sind dabei das passende Mittel. Weitere Infos zum Thema Onboarding findest Du auch in diesem Artikel, den ich bereits hier im Blog zu dem Thema veröffentlicht habe.

Perspektiven wechseln

Als Führungskraft hast Du sicherlich eine hohe Arbeitsbelastung. Dabei ist es nachvollziehbar, dass man manchmal die Bedürfnisse und Wünsche der Mitarbeiter aus den Augen verliert. Um dem entgegen zusteuern solltest Du dir ab und zu bewusst die Zeit nehmen, um dich in die Rolle Deiner Mitarbeiter zu versetzen. Denn nur so lässt sich herausfinden, ob ein Kollege z.B. mit einer Aufgabe überfordert ist oder andere Hilfsmittel benötigt, um diese gut zu erledigen. Auch hier ist die Kommunikation das A und O, um die Bedürfnisse und Notwendigkeiten zu verstehen.

Der Mensch ist keine Maschine

Alle Menschen erleben in ihrem Leben Höhen und Tiefen, die sich auf ihre Arbeitskraft auswirken. Das können z.B. Konflikte in der Beziehung und Familie oder finanzielle Probleme sein. Oder aber die Lebensumstände haben sich geändert, wenn z.B. ein Kollege Vater wurde und seitdem keine Nacht mehr durchschlafen kann aufgrund von Babygeschrei. Sprich Deine Mitarbeiter auf ihre Situation an und suche mit ihnen gemeinsam einen Ausweg. In vielen Fällen kannst Du als Vorgesetzter dazu beitragen, dass sie die Durststrecke erfolgreich meistern und damit auch wieder motiviert für ihre Arbeit sind.

An das Ziel erinnern

Der römische Philosoph Seneca sagte einmal den schlauen Satz: „Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“ Wenn also Deine Mitarbeiter das Ziel und den Sinn ihrer Tätigkeit nur ungenügend kennen, dann können sie folglich auch nicht motiviert darauf hinarbeiten. Sorge deshalb dafür, dass die Unternehmensziele klar formuliert und kommuniziert werden und in Bezug auf jeden Einzelnen, in wie weit die eigenen Aufgaben für diese Ziele relevant sind. Damit vermeidest Du Zweifel am Sinn der Tätigkeiten Deiner Mitarbeiter bietest ihnen die Möglichkeit, ihre Motivation und Engagement zu entfalten.

 

Sicherlich ist die Mitarbeiterführung eine der herausforderndsten Aufgaben eines Vorgesetzten, denn die Mitarbeiter können ganz unterschiedlicher Natur sein, wie es in diesem Beitrag sehr gut beschrieben ist. Der Schlüssel zum Erfolg liegt jedoch immer in einer Kommunikationskultur. Dies garantiert zwar nicht, dass sich jede Situation lösen lässt. Sie ist aber der Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und den Erfolg Deines Unternehmens.

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